Skallingen




Drei Nationen teilen sich die Wattenmeergebiete, die sich über 400 km vor dem Küstensaum der südlichen Nordsee erstrecken. Von den Helder, in den Niederlanden, entlang der deutschen Küste, bis hin zum westlichsten Punkt Dänemarks erstreckt sich diese größte zusammenhängende Wattenlandschaft der Welt und endet nördlich von Esbjerg, in der Ho Bucht, an der Mündung des Varde A.

Die schmale Halbinsel Skallingen - südlich vom Dänemarks westlichsten Punkt - wird im Westen von der Nordsee und im Osten von der Ho Bucht begrenzt. Mittendrin in dieser Bucht liegt die kleine Insel Langli, die bei Ebbe trocken fällt.

Nicht nur eine Wattenwanderung lädt in den Sommermonaten ein, sondern auch die vielfältige Natur, denn hier treffen die verschiedensten Landschaftsformen zusammen und bilden die Nahrungsquellen für die Vielzahl von Zugvögeln. Auf überschaubarer Weise, vermittelt Ihnen diese Gegend, die unterschiedlichsten Ökosysteme Westjütlands und des Wattenmeeres. Die Gezeiten, mit ihrer konstanten Rhythmik bestimmen im hohen Maße auch die Lebensbedingungen der im Watt lebenden Pflanzen und Tiere und sorgen für die Nahrungsgrundlage der Fauna.

Für den Betrachter erscheint dieses Sand, Misch- oder Schlickwatt als leblose Fläche, jedoch ist die Besiedlungsdichte der tierischen Bodenbewohner sehr hoch, rund 7000 Kotpillenwürmer oder 60.000 Wattschnecken kommen in einem Quadratmeter Wattboden vor. Die Wirbellosenfauna umfasst 1300 Arten wobei etwa 250 Arten für den Raum endemisch sind – das Watt ist ein klassisches Beispiel für eine Endofauna, die Marsch- und Salzwiesen, die Priele, die Miesmuschelbänke um nur einige zu nennen, sind weitere wichtige Nahrungsquellen.

Es ist also ein reich gedeckter Tisch für die Zugvögel.

Bereits im Juli herrscht rege Aktivität bei den Watvögeln, jedoch ist die beste Beobachtungszeit der Herbst. Hier können Sie die europaweit größten Züge von Austernfischer beobachten. Etwa 50.000 passieren innerhalb eines Herbstes dieses Gebiet, 8000 Tiere wurden an einem Tag schon gezählt – unvorstellbar. Auch der Nutt ist auch ein häufiger Herbstgast – der Tagesrekord liegt bei etwa 3500 Exemplaren. Die Seeschwalben, die in den Sommermonaten Juli und August dort rasten ist enorm hoch, bis zu 10.000 Stück, gefolgt von den Raubmöwen. Am besten kann man jedoch um Blavandshuck, die Wiesenlerchen beobachten es sind 100.000 Tiere, Trauerenten und Schwimmenten und bis zu 18.000 Kurzschnabelgänse an nur einem Tag – die Artenzahl reist nicht ab und ganze Kolonien an Möwen brüten auf Skallingen in der Ho Bucht.

Durch die flache Landschaft ist es ein ideales Beobachtungsgebiet für Raubvögel.

Rohrweiden, Turmfalken, Sperber und Merlin können beobachten werden und Wanderfalke und Seeadler sind auch keine Seltenheit.

Und damit es so bleibt, darf die Insel Langli nur vom 15. Juli – 15. September betreten werden, wobei Skallinge für den Besucher ganzjährig geöffnet ist. Es ist ein Platz für die Ornithologen, denn hier werden die Tiere gezählt und andere Untersuchungen von den Wissenschaftlern vorgenommen.

Stundenlang und dabei vertieft habe ich in dieser Region die seltensten Vögel beobachtet, wobei ich selbst von Seehunden beobachtet wurde – es lohnt sich also die Augen auf zu halten.

Über Vogelbeobachtungen informiert im Frühjahr das Blavand Naturcenter:

www.blaavand-naturcenter.dk

Es ist ein Paradies der Vögel – nicht umsonst sind hier europaweit die größten Züge von Austerfischern. Besucher haben die Möglichkeit, Skallingen zu besuchen und die kleine Insel Langli in der Sommerzeit, wobei der Besucher hier im Watt zuhause ist.