Kunst

Ausstellung von Walknochen
Ausstellung von Walknochen
Eine Installation im Goethe Institut

Das Lydum Art Center
wurde vom Ministeriet for
By, Bolig og Landdistrikter
und von der EU unterstützt


Landdistrikter.dk

LAG VARDE

Außerdem dankt das Lydum Art Center:

  • Blaabjerg Kommune (Varde)
  • Landbyrådet Ribe Amt
  • Goethe Institut
  • Deutsche Botschaft Kopenhagen
für ihre Unterstützung.

„Die Umweltverhältnisse sind heute vom Fortschrittsglauben des Menschen durch Zivilisation und Technologie so geprägt, dass das ökologische Gleichgewicht empfindlich gestört ist. Im Bewusstsein des Menschen ist durch den Einfluss der Bewusstseinsindustrie eine Empfindlichkeit der Natur gegenüber verloren gegangen, die als entscheidendes Kontrollorgan gegenüber den zivilisatorischen Veränderungen in Bezug auf Natur hätte fungieren können.“

Diese zwei Sätze erschienen 1977, im Vorwort des erstens Katalogbandes der Ausstellungstrilogie, Naturbetrachtung – Naturverfremdung, Natur und Bauen sowie Regenbögen für eine bessere Welt, vom Württenbergischen Kunstverein in Stuttgart.

1998, zitierte man sie – als Erste kurze Wegbeschreibung – im Ausstellungskatalog von „Landschaft. Die Spur des Sublimen“ (Landscape. The Trace of the Sublime). Eine internationale Wanderausstellung, die in der Kunsthalle zu Kiel der Christian-Albrechts-Universität, im Kunstraum Innsbruck und im Esbjerg Kunstmuseum präsentiert wurde.

Über 25 Jahre danach, haben diese Aussagen nichts an Aktualität verloren. Die Fragen an das aus dem Gleichgewicht geratene Verhältnis Mensch und Natur sind geblieben, - doch man ist auf der Suche nach neuen mentalen Erschließungen, die hierbei korrigierend eingreifen können.

Das Lydum Art Center ist auf der Suche nach neuen Erschließungen und möchte das Verhältnis zwischen Mensch und Natur, das leider in den Industrieländern – gegenüber anderen Kulturen – verloren gegangen ist, durch speziell darauf abgestimmte Projekte festigen. Ein Austausch, eine gegenseitige Befruchtung zwischen drei wesentlichen Themenbereichen – Kunst, Natur, Wissenschaft – wird angestrebt. Im künstlerischen Verfahren steckt wie in einigen Bereichen der Naturwissenschaften theoretische und experimentelle Grundlagenforschung. Die Begegnung von Natur, Wissenschaft und Kunst ist daher von großer Bedeutung. In konkreten Problemstellungen könnte die Kunst ebenso Beiträge zu Lösungsversuchen ermöglichen wie die Wissenschaft.

Robert Jung forderte in seinem Aufsatz „Kunst als Zukunft“ schon vor über 25 Jahren „Vielleicht müssten wir Geisteslaboratorien gründen, in denen ähnlich intensiv wie in den Versuchsanstalten der Naturwissenschaften an der Weiterentwicklung des Menschen, insbesondere an der Weiterentwicklung seiner sozialen Fantasie gearbeitet werden könnte“. Und weiter heißt es „Weil sie sich nicht auf das Vergangene, Gewohnte hin anpassen ließen, haben Künstler sicher eine Ahnung vom Kommenden erhalten. Bei ihnen wird der Prognostiker meist mehr über die Zukunft erfahren als bei den Zukunftsberechnern.

„Es ist nicht die Fantasie, die wir uns an die Macht wünschen. Es ist die Fantasie, die die Macht korrigiert zu Gunsten der Ohnmächtigen.“ (Adolf Muschg)

Installation mit einem Wal in Hanstholm im Norden von Dänemark Walinstallation im Rahmen der nordatlantischen Kulturtage