Bakskuld




Unter dem Motto „Spurensuche“ hat das Lydum Art Center im Jahre 2007 sein Bakskuld-Programm eröffnet. Es ist eine Projekt, welches gezielt auf leicht behinderte Kinder und Jugendliche abgestimmt ist und in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen bzw. mit dem Lehrpersonal entwickelt wird. Vom Lydum Art Center wird es dann unter fachlicher Führung realisiert.

Spielerisch werden die Schüler unter fachlicher Leitung vom Lydum Art Center in eine Welt geführt, die sie bis jetzt noch nicht kannten, hautnah werden sie in Dänemark erleben und dabei Spuren suchen und auch finden.

Hier liegt der Reiz, es ist eine Entdeckungsreise, wo die sichtbaren Spuren sich zu Impulsgeber entwickelten, wo Fundstücke Fragen stellen, da sie die Geschichte des Landes wiederspiegeln, gleichzeitig aber auch Bausteinen sind die, die Themenbereiche Kunst und Natur verschmelzen.

Wir haben dieses Projekt Bakskuld genannt, da hier die ersten Spuren frei gelegt werden, denn es ist eine Spezialität aus unserer Gegend - altes Fischgericht aus gesalzenen und getrockneten Fisch aus den Zeiten der Esemädchen. Bei der Namensnennung schmunzelt jeder, der es kennt – und schon ist man tief in die Geschichte unseres Landes eingedrungen.

Den Start machte die Michaelisschule (Förderschule. Förderzentrum – Förderschwerpunkt geistige Entwicklung) aus Bad Lobenstein, Deutschland. Rund 900 km reisten Sie an, um im Lydum Art Center – auf Spurensuche zu gehen. Zwei Lehrkräfte, Frau Antje Demmer sowie Frau Walburga Kramer kamen mit 8 Jugendliche, gefolgt von zwei weiter Begleiter.

Das Lydum Art Center konnte keine bessere Fachkraft abstellen, wie den deutschen Künstler und Umweltschützer Hein-Otto Kamphues, der bereits einmal in Dänemark mit behinderten Schülern, von der Brandstrupkskolen in Ringe, ein Kunstwerk geschaffen hat, wo er für positive Schlagzeilen gesorgt hat, denn diese Installation, die er Grünhaus nannte, ist heute ein Zuhause von Igelfamilien – einmalig wie die Schüler sagen - dieses war sein Ziel.



Jetzt hatte er sich zur Aufgabe gestellt, diese Jugendlichen aus Deutschland, hautnah zur Natur zu bringen – dieses wurde gemacht, sie tauchten ein in Dänemarks Natur, sie erlebten die Nordsee, den Fjord, die Auen mit ihrer Vielfalt von Tieren etwas intensiver. Er zeigte sie ihnen aus einem anderen Blickwinkel. Aber auch die älteste Stadt Dänemarks, Ribe lernten Sie kennen, ein Wikingermuseum sowie eine Naturschule und Fischereimuseum wurde besucht. Es wurde geangelt, Kanu gefahren und vieles mehr.

Erstmals sahen die Beteiligten, über eine Webcam Live, wie Turmfalken ihre Junge fütterten. Das ist weltweit schon etwas Besonders und gab uns auch Anregung eine Webcamp zu installieren, damit man Sie von Zuhause einen Logenplatz bekommen – uns fehlen jedoch noch die Turmfalken. Hirsche in freier Natur wurden beobachtet und auch lebende Haie gestreichelt. Fundstücke wurden gesammelt, die später mit etwas Fantasie von den Jugendlichen zu kleine „Kunstwerke“ bzw. Erinnerungsstücke erstellt wurden.

Fest steht, dass dieses Erlebte, die Jugendlichen etwas geformt hat und wir hoffen, dass Sie durch ihr Tun etwas gelernt und dieses weitergeben in Form von Gesprächen oder Handeln.

Wenn man erkannt hat, dass auch kleine Dinge eine große Geschichte schreiben können, dann sieht man unsere Welt mit anderen Augen:





Und so schreiben uns die Verantwortlichen:

Hallo Herr Kamphues,
das normale Leben hat wieder Einzug gehalten, aber die Gedanken schwinden oft in die verlebte Woche in Dänemark. Ich möchte mich im Namen aller Beteiligten noch einmal für die erlebnisreiche und aufregende Woche und für einfach eine gute Zeit bei Ihnen bedanken. Die Schüler sind noch voller Erlebnisse und Gedanken der letzten Woche und teilen ihre Erfahrungen gerne den Menschen in unserer Schule und ihrer näheren Umgebung mit.
Danke und eine schöne Zeit mit lieben Grüssen aus Thüringen von Antje und Frank Demmer.

Hallo Herr Kamphues,
…….Im Moment sind wir immer noch fleißig am Aufarbeiten aller Eindrücke und Erlebnisse und versuchen sie in verschiedenster Form umzusetzen - Plakate, Power-Point-Präsentation, einfache Bildershow am Computer, Fotoalben für jeden Schüler, Bilder malen, kreatives Gestalten mit den mitgebrachten Naturmaterialien - Paravant gestalten, landestypische Gerichte kochen und Rezepte dazu bearbeiten, Tagesabläufe schreiben und noch vieles mehr.
Den Schülern macht es sichtlich Freude, anderen über die tolle Klassenfahrt zu berichten und Besonderheiten zu erzählen.
Es war wirklich eine tolle Zeit!
Das soll es für heute gewesen sein,
liebe Grüße
Antje Demmer