Der Atlantikwall – unvorstellbar aber wahr



Der Atlantikwall, der von den deutschen Besatzungstruppen während des 2. Weltkrieges erbaut wurde, ist eine Befestigungsanlage, die sich von der spanisch-französischen Grenze bis hin zur norwegisch-russischen Grenze erstreckt. Die etwa 5.000 Kilometer lange Küstenlinie wurde mit Betonbefestigungen versehen. Über 17 Millionen Tonnen Beton wurden verarbeitet für Bunker und Geschützstände. Diese Befestigungsanlage, war ein „Bollwerk“ und ist eine der größten in der Weltgeschichte – unvorstellbar aber wahr - und in ihrer Ausdehnung mit der großen Mauer in China vergleichbar.

Entlang der dänischen Nordseeküste sind es heute Mahnmale - stumme Zeugnisse – der Kriegsjahre. Als Erinnerung an den Atlantikwall, errichteten die Gemeinden, Bunkermuseen aus den größeren Anlagen. Von den 9 Bunkermuseen, die an der dänischen Westküste liegen, befinden sich 3 Museen in unserer Region, eine Radarstellung auf der Insel Römö, einen Doppelunterstand in Esbjerg sowie die 38 cm Geschützstellung Batterie Tirpitz in Blaavand. Hier werden Sie fachgerecht informiert, damit Sie sich ein genaues Bild machen können, welch eine Funktion und ein Ausmaß dieser Atlantikwall hatte. Ein Besuch ist empfehlenswert wobei die Bunker und Geschützstellungen in den Dünen, von den Stützpunktgruppen Blaavand und Nymindegabe, zum Teil begehbar und frei zu gängig sind.

Auch in der Kunstgeschichte spiegelt sich dieser Atlantikwall wieder. Renommierte Künstler haben sich über diese Befestigungsanlage Gedanken gemacht und sie sichtbar umgesetzt.

Ein Ereignis war in Dänemark, die Verbindung der Befestigungsanlage von Skagen bis zur Insel Romø durch Laserstrahlen.

Immer wieder befassen sich Künstler damit – die Namensliste ist lang. Zu erwähnen sind die deutschen Künstler Jörg Immendorf und Heinz-Otto Kamphues. Immendorf hat einem Bunker in Blaavand am Strand einen Stempel verpasst, sein rot gemaltes Friedenszeichen ist deutlich sichtbar und Kamphues hat mit Originalfundstücke vom Atlantikwall kleine Kunstwerke (Multiples) geschaffen indem er diese mit den Eröffnungsworten des Führers zur Kunstausstellung "Entartete Kunst" 1939 in München verbunden hat - sie sprechen eine deutliche Sprache.

Diese Werke können Sie über das Lydum Art Center beziehen