Dornhai, deutscher Rekordfisch
Dornhai, deutscher Rekordfisch

Dornhai (Squalus acanthias)

Die Familie der Dornhaie bildet eine recht umfangreiche Gruppe. Das Verbreitungsgebiet des Squalus acanthias sind die gemäßigten Zonen vom Nordost- bis zum Südatlantik, in der Nordsee sowie sehr häufig im Mittelmeer und Schwarzen Meer. Sie leben auf weichen Grund in Tiefen von 20 m bis 200 m. Die Größe der Dornhaie sind bei den einzelnen Populationen sehr verschieden z.B. im Atlantik etwa 1,2 m, im Mittelmeer sollen die größten Exemplare nur 80 cm werden (nach Dr. G.Krefft). Dieses ist jedoch nicht der Fall, da ich mehrere Dornhaie im Mittelmeer gelandet habe, die eine Länge von über 1 m aufweisen konnten - wobei der Längste 1,3 m (siehe Foto) war. Die Färbung ist grau wobei entlang der Seitenlinie weiße unregelmäßige Flecken sind, Bauch ist grauweiß bis weiß - die beiden Rückenflossen besitzen einen kräftigen Dorn. Der Dornhai ist ein ausgezeichneter Speisefisch. Die Baulappen werden in den europäischen Ländern geräuchert unter den Namen "Schillerlocke" angeboten.

Dornhai
Fangplatz: Mittelmeer
Deutscher Rekordfisch


Roter Knurrhahn, europäischer Rekordfisch
Roter Knurrhahn, europäischer Rekordfisch Knurrhahn
Fangplatz: Nordsee
Europäischer Rekordfisch

Roter Knurrhahn (Trigla lucerna)

Knurrhähne (Triglidae) sind im Meer lebende Bodenfische, deren auffallendsten Kennzeichnung der große, gepanzerte aber unbeschuppte Kopf ist. Der beschuppte Körper verjüngt sich sehr stark zum Schwanz hin. Ihre Länge variiert von 0,5 - 1 m. Die Brustflossen sind groß und haben 3 feste, einzeln bewegliche Flossenstrahlen mit deren Hilfe die Knurrhähne langsam über den Boden laufen können. In allen warmen und gemäßigten Meeresgebieten sind sie verbreitet. Die meisten Arten erzeugen hörbare dumpfe Knurrtöne, die durch das zusammenziehen der großen Schwimmblase - sie wird durch Muskeln in Schwingungen gesetzt - erzeugt werden. In den europäischen Gewässern finden sich einige Arten von Knurrhähne, so der Graue Knurrhahn oder Gurnad (Trigla gurnardus) der von der Nordsee bis zum Mittelmeer verbreitet ist. Eine weitere Art ist der Rote Knurrhahn (Trigla lucerna), der eine sehr starke Farbzeichnung hat und in der Nordsee der farbenprächtigste Fisch ist - er wird auch "Schmetterling der Meere" genannt (siehe Fotos). Trotz seiner Fortbewegung, das langsame "Laufen" über Grund ist er ein gewandter Schwimmer, der es mit der Schnelligkeit einer Makrele aufnehmen könnte. Der Rote Knurrhahn wird von Kennern gern gesucht, da er zu den feinsten Speisefischen der Nordsee zählt. Ein Fang ist von Land kaum möglich, da er das tiefere Wasser, jenseits der 10 m Tiefenlinie bis etwa 150 m liebt.


Meeraal (Conger conger)

Conger, deutscher Rekordfisch

Ein langgestreckter unbeschuppter Fisch, der im östlichen Atlantischen Ozean und im Mittelmeer vorkommt. Er ist der einzige Vertreter der Familie der Congriade. Die Weibchen werden größer als die Männchen und können eine Größe von 2,5 m erreichen, jedoch sind sie durchschnittlich 1,5 m und die Männchen 1 m. Der Meeraal unterscheidet sich vom Flußaal durch die längere Rückenflosse, die in Höhe der Brustflosse beginnt. Er unternimmt - wie der Flußaal - weite Laichwanderungen, die Weibchen können bis zu 8 Millionen Eier absetzen, die Larven leben bis 2 Jahre pelagisch in Tiefen bis zu 200 Meter. Der Meeraal ist ein nachtaktiver und gefräßiger Fisch, der sich von Muscheln, Krebsen und Fischen ernährt, die er mit seinem besonders ausgeprägten Geruchssinn aufspürt. Durch seine kräftigen Kiefern kann er Schalen und Panzer einfach zerbeißen, er besitzt sehr scharfe Zähne und ist sehr aggressiv. Seine Kampfstärke ist bekannt und fordert die Kraft des Anglers auf das Äußerste. Das Einholen bzw. die Landung ist mit großen Gefahren verbunden - ein Außenstehender kann sich diese Aktion nicht vorstellen - selbst an Land ist er noch gefährlich, faucht und kann blitzschnell zubeißen.

Meeraal
Fangplatz: Mittelmeer
Deutscher Rekordfisch


Makrele (Scomber scomber)

Die Familie der Makrelen sind barschartige Fische zu welcher auch die Thunfische gehören, verwandt sind sie mit den Schwertfischen und den Fächerfischen. Die meisten Makrelen sind in den tropischen und sub-tropischen Meeren Zuhause, nur einige Arten leben in den gemäßigten Zonen.
Die zur Gattung Scomber gehörenden Arten sind von großer wirtschaftlicher Bedeutung - die Merkmale dieser gewöhnlichen Makrele: lang gestreckter torpedoförmigen Körper, zwei von einander getrennte Rückenflosse und hinter der zweiten Rückenflosse sowie hinter der Afterflosse eine Reihe von kleinen, mit einem Stachelstrahl versehende Flösseln. Das Hautkleid ist auf der Oberseite blaugrün mit zahlreichen grünschwarzen unregelmäßigen Querbinden und silberweiß mit rötlichen Schimmer auf der Unterseite. Die Durchschnittsgrößen liegen bei 30 cm jedoch kommen auch Längen von 50 cm vor (siehe Foto). Sie besitzen keine Schwimmblase - das macht die kleinen Räuber so beweglich. Sie sind pelagisch und durchstreifen in Schwärmen, die bis zu 25 km lang und 1 km breit sein können, die oberen Wasserschichten und machen Jagd auf tierischen Plankton. Diese riesigen Schwärme lösen sich vor Winterbeginn auf und die Makrelen ziehen in die tieferen Wasserschichten um zu überwintern - in dieser Zeit nehmen sie keine Nahrung auf. Zum Laichen kommen sie in die untiefen Gewässer und sind im Sommer an der dänischen Nordseeküste ein beliebter Angelfisch.

Makrele, deutscher Rekordfisch
Makrele
Fangplatz: Nordsee
Deutscher Rekordfisch

Rekordfische

Die Fische wurden bei der European Federation of Sea Anglers (EFSA) e.V. in der Leinenklasse registriert. Die EFSA ist der führende Verband des europäischen Meeresangelsports und Bewahrer der europäischen Rekordliste für Seefische.

Bestätigungsurkunde der EFSA